Ingwer Wasser, Ingwertee oder Kürbissuppe mit Ingwer – Ingwer ist nicht nur als Aphrodisiakum beliebt

Mittwoch, 17. März 2010

Die Wurzelsprossen der schilfartigen Ingwer-Pflanzen schmecken brennend scharf. Sie enthalten zahlreiche ätherische Öle und harzige Gingerole. Diese verleihen dem Ingwer seinen zitrusartigen Duft und scharfen Geschmack – und sind die Ursache für seine medizinischen und aphrodisischen Eigenschaften. Ob Ingwer Wasser, Ingwertee oder Kürbissuppe mit Ingwer – aus der heutigen Küche ist Ingwer kaum noch wegzudenken. Doch auch Nostradamus (1503-1566), der

nicht nur Prophet, sondern auch Apotheker und Heilkundiger war, schätzte die aromatische Wurzel.

Ingwer hat viele gute Eigenschaften, deshalb heißt er botanisch auch Zingiber officinale, was daran erinnert, dass er früher als wertvolles Gewürz im Offizin, also in der Apotheke zu bekommen war:

  • Ingwer stärkt das Immunsyste,
  • er hilft bei Übelkeit, z. B. bei Schwangerschaftsübelkeit, Seekrankheit oder wenn einem beim Autofahren schlecht wird,
  • er vertreibt den Schwindel.

Ingwer in der TCM

In Asien nutzt man das würzige Aroma und die heilende Wirkung des Ingwers schon seit mehr als 3.000 Jahren. Die Traditionelle Chinesische Medizin TCM ordnet ihn als metallisch ein. Seine wärmende Kraft soll die Meridiane von Lunge und Dickdarm stärken und gut sein für das Nieren-Yang.

Sowohl die erwärmende und anregende Wirkung des Ingwers als auch sein Einfluss auf den Nierenmeridian sind auch die Ursache dafür, dass Ingwer in der TCM als aphrodisierend betrachtet wird. Denn die Nierenenergie gilt als wichtige Basis eines guten Sexuallebens. Asiatische Ingwerbonbons gibt man deshalb nur Erwachsenen – und verteilt damit gleichzeitig einen ermunternden erotischen Wink.

Ingwer und Ingwertee im Ayurveda

In der klassischen indischen Medizin Ayurveda wird die Ingwerwurzel seit Jahrtausenden eingesetzt, um  ‚Agni’ zu stärken, das Verdauungsfeuer. Es gilt auch als kreislaufstärkend. Bei Erkältungen setzten ayurvedische Ärzte den Ingwer wegen seiner schleimlösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften ein, z. B als Ingwertee. außerdem wurde er gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt.

Michel de Nostradamus: Rezept für Ingwerwasser

Aber auch in Europa ist Ingwer schon lange für seine heilenden und geschmacklichen Qualitäten bekannt: Michel de Nostradamus, der provençalische Apotheker und Arzt, der durch seine kryptischen Prophezeiungen berühmt geworden ist, schätzte den Ingwer als Aphrodisiakum wegen seiner ‚hitzigen’ Eigenschaften. Aber von ihm ist auch ein Rezpet für Ingwerwasser überliefert, das er empfiehlt, um damit gegrilltes Hähnchen zu bestreichen.

Ingwer in der Küche

Die Japaner legen fein gehobelte Ingwerscheiben mit Essig und Zucker ein, er heißt dann ‘Gari’. Gari isst man zwischen verschiedenen Sorten Sushi, um den Geschmackssinn sozusagen zu reinigen und auf neue Genüsse und Aromen vorzubereiten.

Die Inder verwenden die Ingwerwurzel, wie schon erwähnt, als Teezutat. Aber auch zahlreiche Gemüsecurrys oder Pickles sind ohne Ingwer unvorstellbar.

Lecker ist auch eine Kürbissuppe mit Ingwer, bei Fastblogger habe ich kürzlich ein super Rezept gefunden.

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