Arganöl aus Marokko – Schuhbeck kocht damit, andere cremen sich mit Argan Öl ein…

Samstag, 20. März 2010
Kategorie: Pflanzliches Öl

Der Arganbaum trägt gelbe, pflaumenartige Früchte, aus deren Samen man das kostbare Arganöl gewinnt. Die Arganie wächst nur in  Marokko. Auch die Ziegen schätzen die Früchte. (© marco arcangeli, Creative Commons)

Der Arganbaum trägt gelbe, pflaumenartige Früchte, aus deren Samen man das kostbare Arganöl gewinnt. Die Arganie wächst nur in Marokko. Auch die Ziegen schätzen die Früchte. (© marco arcangeli, Creative Commons)

Arganöl, das flüssige Gold aus Marokko, ist mittlerweile weltweit geschätzt: als argan oil, huile d’ argan oder Argan Öl kaufen Sterneköche wie Alfons Schuhbeck aber auch ganz normale Familien köstliches Bio-Arganöl für leckere marokkanische oder selbst kreierte Rezepte. Das kostbare Öl, das die Berber, eine marokkanische Volksgruppe traditionell für Kulinarik und Kosmetik verwenden, nährt auch von außen: es verjüngt die Haut. Kein Wunder, dass es für die Kosmetikindustrie ein begehrter Rohstoff ist. Doch Arganöl zu kaufen ist ein teures Vergnügen – denn es

wird aus den Früchten einer sehr seltenen Baumart gewonnen, der Arganie. Erst seit das Argan Öl weltweit an Bedeutung gewinnt, werden die Bäume auch in Marokko stärker geschützt.

Der Arganbaum trägt nur in Marokko Früchte

Die Arganie (Argania spinosa), wegen ihres harten Holzes auch Eisenholzbaum genannt, wächst am Rand der Sahara endemisch in einem relativ kleinen Gebie im Südwesten Marokkos zwischen den Flüssen Souss und Masse.

Endemisch heißt: die Arganie wächst nirgendwo sonst in der Welt – man hat zwar versucht, den Baum in Israel anzubauen, aber er trug keine Früchte. Seit 1998 gibt es in Marokko deshalb das UNESCO-Biosphärenreservats Arganeraie.

Die Amazigh, wie die einheimische Volksgruppe der Berber sich nennt, kennen und nutzen die Arganie schon lange.  Ziegen und Kamele fressen die gelben, bitteren Früchte, die ein bis drei mandelartige Samen in einer harten Schale versteckt. Traditionell sammeln Berberfrauen die Samen, knacken sie von Hand, rösten sie leicht und reiben sie dann mühsam so lange mit einer Handmühle, bis sie das wohlschmeckende Öl freigeben.

Der spanisch-arabische Pharmakologe, Arzt und Botaniker Ibn al-Baitar (ca. 1190-1248) soll bereits in seinem Buch über Arzneimittelheilkunde, Kitab al-Jami, die „Mandel der Berber“ erwähnt haben. Jedenfalls nutzen die Berber Arganöl schon jahrhundertelang zum Essen und als Haar- und Hautpflegemittel (z. B. als Sonnenschutz).

Die Wirkung von Arganöl – was sagt die Wissenschaft?

Die hervorragenden Eigenschaften des Arganöls sind inzwischen – angeregt durch die Dissertation der marokkanische Chemikerin Prof. Zoubida Charrouf über die Arganie (mittlerweile hat sie einen Lehrstuhl für Chemie an der Universität Rabat inne) – auch wissenschaftlich erforscht.

Mit mehr als 80 Prozent ungesättigten Fettsäuren, einem beträchtlichen Anteil an antioxidativen Tocopherolen (Vitamin E; der Gehalt ist fast doppelt so hoch wie in Olivenöl) und Sterolen (Schottenol, Spinasterol), deren Nutzen für die Krebsprävention wie Krebsbehandlung derzeit erforscht wird, sowie diversen Stoffen, die pilz- und bakterienhemmend wirken, zeigt das Öl ein breites Spektrum positiver Wirkungen. Sogar bei Neurodermitis kann es angewendet werden.

Die Ernte von einem Baum, also maximal 30–40 kg Früchte, ergeben etwa einen Liter des begehrten Öls – und der Prozess vom Sammeln bis zum fertigen Öl dauert etwa anderthalb Tage. Wen wundert es da, dass teils Preise von bis zu 150 € pro Liter verlangt werden.

Seit sich das Interesse der westlichen Welt auf das ernährungsphysiologisch und kosmetisch wertvolle Öl gerichtet hat und Gourmets und Beautyfarmen auf der ganzen Welt Arganöl kaufen, hat sich manches geändert. Eine ganze Reihe von Frauenkooperativen gewinnt das Öl heute gemeinschaftlich – es gibt sogar einige Anbieter von Arganöl in Bioqualität – und man schützt die Bäume. Denn die weltweiten Abnehmer ermöglichen es den Menschen in der strukturschwachen Arganerie, ihren Lebensunterhalt mit dem Öl des Arganbaumes zu verdienen.

Kosmetik mit Arganöl

Für die kosmetische Wirkung ist die starke antioxidative Wirkung des Arganöls besonders interessant. Und natürlich seine Fähigkeit, Falten zu lindern und insgesamt das Hautbild zu verjüngen. Außerdem wirkt es entzündungshemmend und lässt Wunden schneller abheilen.

Argand’Or bietet Hautpflegeprodukte und Naturkosmetik mit Arganöl an, aber auch mit dem Bio-Siegel zertifiziertes Gourmet-Speiseöl (EU-BIO-Verordnung CEE 2092/2091. PZN: 1079311). PURAVITAL hat eine besonders kostbare Variante von Arganöl mit 24 karätigem Gold zur Schönheitspflege entwickelt.

MOGADOR bietet Arganöl in zertifizierter Bio-Qualität an, das so hervorragend ist, dass die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft DLG ihm 2007 eine Goldmedaille verlieh – und sowohl Sternekoch Alfons Schuhbeck  als auch der Hamburger Sternekoch Wahabi Nouri nutzen es für ihre köstlichen Rezepte.

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