Zahnprophylaxe: Zahnerkrankungen und Zahnschmerzen vermeiden

Wer sie einmal erlebt hat, vergisst sie nicht – und fürchtet sich vor ihnen: Zahnschmerzen. Vor kaum etwas graut es uns so sehr wie vor einem heftigen Zahnschmerz. Damit wir von diesem ziehende und bohrende Schmerz verschont werden, bleibt uns nur eins: Gut auf unsere Zähne zu achten, sie zu reinigen und zu pflegen.

Nicht das Zähne bürsten alleine ist dabei wichtig, sondern ein richtiges Rundum-Paket. Eine gute Zahnprophylaxe basiert nämlich auf vier wichtigen Elementen:
Von gesunder Ernährung, die auch Lebensmittel enthält, bei denen man kräftig zubeißen muss über richtige Zahnreinigung und die Schonung bzw. Stärkung des Zahnschmelzes bis zur regelmäßigen Kontrolle – auch durch Zahnärztin bzw. Zahnarzt.

Zahnfreundlich Essen und Trinken

Das weiß jedes Kind: Zucker ist schlecht für die Zähne. Im Mundraum verarbeiten nämlich Bakterien Zucker zu Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Das ständige Umspülen der Zähne durch zuckerhaltige Getränke ist deshalb die beste Methode, dem Karies Tür und Tor zu öffnen.

Natürlich muss man nicht völlig auf den Genuss von zuckerhaltigen Speisen, Kuchen oder Süßigkeiten verzichten, aber besser ist es, kurz und gezielt zu naschen und den Mund danach mit klarem Wasser ausspülen. Eine schnell geschmolzene Praline greift die Zähne weniger lang an als ein Bonbon, das lange gelutscht wird.

Abwechslungsreiche, gesunde Ernährung, die reich ist an Vitaminen und Mineralien, sorgt für gesundes Zahnfleisch – eine wichtige Voraussetzung für festsitzende Zähne und geschützte Zahnhälse.

Wie reinigt man die Zähne richtig?

Bevor man zur Zahnbürste greift, kann man bei breiten Zahnzwischenräumen mit Interdentalbürsten, bei engen Zahnabständen mit Zahnseide zwischen den Zähnen reinigen und dafür sorgen, dass so nicht nur alle Fremdkörper beseitigt werden, sondern anschließend die Zahncreme auch in diese winzigen Zahnlücken dringen kann.

Die Zahnbürste sollte dann statt mit viel Kraft und Druck lieber systematisch eingesetzt werden: Von Rot nach Weiß putzen, also vom Zahnfleisch über die Zähne, und dabei langsam kreisend jeden Zahn behandeln. Auch die Kauflächen und die Zahninnenseiten nicht vergessen!

Reinigen sollte man wenigstens morgens und abends, am besten aber nach jeder Mahlzeit. Hat man aber etwas Saures gegessen, sollte man mindestens eine halbe Stunde warten, um den Zahnschmelz nicht zu schädigen. Ist Zähneputzen aus irgendwelchen Gründen nicht möglich, sollte man die Speisereste wenigstens durch gründliches Ausspülen mit Wasser oder mittels zuckerfreiem Kaugummi entfernt werden.

Zahnschmelz stärken

Ist der Zahnschmelz gesund, können Bakterien nicht eindringen. Gestärkt wird er durch Fluoride, die in guten Zahncremes enthalten sind. Diese Mineralstoffe sind auch im Trinkwasser und in Speisesalz enthalten und beeinflussen auch den Bakterienstoffwechsel, so dass weniger schädigende Säure an den Zähnen wirken kann.

Regelmäßig beim Zahnarzt kontrollieren lassen

Karies und andere Probleme im Mundraum kann der Zahnarzt schon entdecken, bevor ernsthafte Schädigungen entstehen. Das setzt natürlich einen regelmäßigen Zahnarztbesuch voraus. „Regelmäßig“ kann aber durchaus auch öfter als einmal jährlich heißen! Die Intervalle sollten mit der Zahnärztin je nach dem individuellen Zustand der Zähne abgesprochen werden.

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