Cellulite – Dellen, Problemzonen und Orangenhaut effektiv vermeiden

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, Cellulite langfristig zu bekämpfen

Cellulite hat nichts mit dem eigenen Körpergewicht zu tun und taucht selbst an schlanken Beinen auf. Doch Cellulite ist in erster Linie ein großes Beauty-Thema: Es geht um ein Schönheitsideal und um die eigene Selbstwahrnehmung. Der Markt quillt über von Cremes, Gels sowie kosmetischen „Anti-Cellulite-Behandlungen“. Doch was hilft wirklich gegen die unschönen Dellen?

Rund neun von zehn Frauen über 30 Jahren leiden unter der „Orangenhaut“ an Po und Oberschenkeln. Die gute Nachricht ist jedoch, dass es durchaus effektive Maßnahmen gegen die unschönen Dellen gibt: Mit den passenden Kosmetikprodukten, der richtigen Ernährung und einem effektiven Sporttraining ist ein schwaches Bindegewebe sehr bald kein Thema mehr.

Cellulite – was ist das eigentlich?

Grundsätzlich ist Cellulite ein Hautzustand und keine Erkrankung. Es liegt im individuellen Schönheitsempfinden, ob die Dellen an den Beinen und am Po als störend empfunden werden oder ignoriert werden können. Diverse Studien haben mittlerweile aufzeigen können, dass mehr als 80 Prozent der Frauen – unabhängig von ihrem Lebensalter – in mehr oder weniger ausgeprägter Form unter Cellulite leiden.

Die Veranlagung dazu ist grundsätzlich bei jeder Frau vorhanden. Männer können ebenfalls von Orangenhaut betroffen sein, wenn Übergewicht, Dauerstress und Muskelabbau aufeinandertreffen: Dies führt zu einem schwachen Bindegewebe und lässt die unschönen Dellen entstehen. Diese unterscheiden sich jedoch optisch von den Dellen bei Frauen: Männer haben ein gitterartiges Bindegewebe, während Frauen ein vertikal strukturiertes Gewebe besitzen. Da Frauen zudem eine weichere und dünnere Haut haben, zeigt sich bei ihnen die Cellulite schneller und deutlicher als bei Männern.

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Cellulite entwickelt sich in vier Stadien:

Grundsätzlich ist die Haut an der Oberfläche glatt und straff. Wenn die Haut am Bauch, Po oder den Oberschenkeln jedoch mit den Händen zusammengedrückt wird und sich dabei wabenförmige Dellen bilden, besteht die Veranlagung zur Cellulite.
Im zweiten Stadium ist die Orangenhaut auch ohne ein Zusammenschieben der Haut erkennbar. Werden die betroffenen Hautstellen zusammengekniffen, kann das unter Umständen schmerzhaft sein. Im dritten Stadium ist die Cellulite sehr deutlich sichtbar. Die Haut hat eine unregelmäßige Struktur, ist schlecht durchblutet und schlaff.

Bildung und Entstehungsprozess von Orangenhaut

Wenn in den Fettzellen zu viele Fettmoleküle gespeichert werden, entsteht Cellulite. Die Fettzellen werden immer größer und drücken sich nach oben hin durch: Von außen werden sie als unschöne Dellen sichtbar. Des Weiteren drücken die Fettzellen die benachbarten Lymph- und Blutgefäße zusammen. Infolgedessen wird die Versorgung der Körperzellen beeinträchtigt.

Es gibt verschiedene Faktoren, die den Entstehungsprozess von Cellulite beschleunigen können:

  • Stress regt das Wachstum der Fettzellen und begünstigt somit die Entstehung von Cellulite.
  • Zigarettenkonsum fördert ebenfalls Orangenhaut, denn Nikotin schwächt das Bindegewebe des Körpers.
  • Das weibliche Sexualhormon Östrogen begünstigt die Wassereinlagerung und das Fettzellenwachstum. Das Bindegewebe wird weicher und somit können Dellen leichter entstehen.

Ursachen & Risikofaktoren für Dellenbildung

Durch das Zusammenwirken von Stress, einer fett- und zuckerreichen Ernährungsweise, Bewegungsmangel, Zigarettenkonsum, übermäßigen Alkoholgenuss, den körpereigenen Hormonen sowie einem zu hohen Körperfettanteil entstehen Dellen. Je mehr Fett in den Körperzellen gespeichert wird, desto stärken drücken sie sich durch das Bindegewebe nach oben durch: Dadurch entstehen Täler und Hügel – die Cellulite-Dellen.

Insbesondere ein übermäßiger Alkohol-, Kaffee- und Nikotinkonsum beeinträchtigen das Bindegewebe massiv und behindern die Stoffwechselaktivität. Energie kann durch Fett schlechter fließen als durch Muskeln: Infolgedessen werden die Bindegewebszellen, die für die Produktion von Elastin und Kollagen verantwortlich sind, immer schwächer. Wer an einer Bindegewebsschwäche leidet, sollte auch in Erwägung ziehen, den eigenen Körper zu entgiften und zu entsäuern.

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Cellulite hat unterschiedliche Ursachen:

  • Der biologische Aufbau des weiblichen Bindegewebes:
    Die Bindegewebsfasern halten die Fettzellen und die Blutgefäße zusammen. Bei Frauen verlaufen diese Fasern eher parallel und nicht wie bei Männern kreuzförmig. Diese Bindegewebestruktur erleichtert Frauen zum Beispiel die Einlagerung von Fett während der Schwangerschaft – begünstigt jedoch auch Cellulite.
    Des Weiteren sorgt Östrogen dafür, dass am Po sowie an den Oberschenkeln verstärkt Fettpölsterchen aufgebaut werden.
  • Genetisch-familiäre Prädisposition:
    Es existiert durchaus eine genetische Veranlagung für ein schwaches Bindegewebe.
  • Eingeschränkte Stoffwechselaktivitäten:
    Durch eine veränderte Fettstruktur können Gewebeflüssigkeiten und Blut schwerer abfließen. Infolgedessen entsteht Cellulite.
  • Übergewicht:
    Je mehr Fett in den körpereigenen Speichern angesammelt wird, desto stärker treten die Lipozyten (Fettzellen) zwischen den einzelnen Strängen des Bindegewebes hervor. Die Dellen sind somit immer ausgeprägter und besser sichtbar.
  • Ungesunde Ernährung:
    Extreme und einseitige Diäten setzen dem Bindegewebe massiv zu und begünstigen somit Cellulite. Zu viele kohlenhydrat-, zucker- und fettreiche Nahrungsmittel sorgen zudem für ein Wachstum der Fettzellen.
  • Mangelnde Bewegung:
    Wer sich wenig bewegt, leidet auch unter einer schlechteren Durchblutung. Zudem baut die Muskelmasse immer mehr ab, während die Fettmasse steigt.
  • Tabak- und Nikotinkonsum:
    Nikotin bewirkt eine Verengung der Haut-Blutgefäße und intensiviert die Bildung freier Radikale.
  • Falsche Kleidung:
    Sehr hohe Schuhe und einschnürende, enge Kleidung behindert den Blutfluss und kann somit Cellulite begünstigen.
  • Schwangerschaft:
    Der Hormonhaushalt in der Schwangerschaft ist ein bedeutender Faktor für die Entstehung von Cellulite. Der Körper lagert vermehrt Wasser und Fett ein und schwächt somit das gesamte Bindegewebe.

Cellulite bekämpfen – das Bindegewebe stärken und kräftigen

Eine Anti-Cellulite-Pflegecreme kann allein mit Sicherheit keine Wunder bewirken. Auch ein Sportworkout allein reicht nicht aus. Es ist die Summe aller Bemühungen, die einen großen Unterschied macht. Nicht immer verschwindet die Cellulite gänzlich, doch ihr Erscheinungsbild lässt sich effektiv mindern.

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Mit einer gesunden Ernährungsweise das schwache Bindegewebe kräftigen

Besonders eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für eine straffe Haut besonders wichtig: Experten raten dazu, mindestens zwei Liter täglich zu trinken. Das fördert die Verdauung und entschlackt. Zudem sollte die tägliche Ernährung fett- und salzarm sein. Besonders empfehlenswert ist der Verzehr von kaliumreichen Nahrungsmitteln wie Aprikosen, Bananen, Kartoffeln, Artischocken oder Ingwer. Zudem unterschützen diese Lebensmittel den Entschlackungsprozess. Schwarztee, Kaffee und Alkohol sollte nur in Maßen genossen werden. Proteinreiche Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Fisch und Fleisch liefern dem Körper wertvolle Aminosäuren, die das Bindegewebe aufbauen.

Vergrößerte Fettzellen sind für die unschöne Dellenbildung an den Beinen verantwortlich. Daher sollten viele Gemüse und diverse Obstsorten auf dem täglichen Speiseplan stehen, die den Körper mit vielen wertvollen Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Antioxidantien versorgen. Einige Gemüsesorten wie beispielsweise Gurken oder Spargel helfen dem Körper sogar beim Entwässern und straffen zusätzlich das Hautbild.

Um Cellulite wirksam zu vermeiden, sollte natürlich auf Süßigkeiten und Weißmehlprodukte verzichtet werden. Sie sorgen nur für eine Vergrößerung der Fettzellen und begünstigen die Entstehung von Orangenhaut somit nur noch mehr. Für eine straffe Haut sollte der Salz- und Zuckerstreuer lieber im Schrank bleiben. Stattdessen empfiehlt es sich mit frischen Kräutern zu würzen.

Sportliche Betätigung gegen Cellulite

Mit einem effektiven und gezielten Sportprogramm lassen sich unerwünschte Cellulite-Dellen sehr gut bekämpfen. Sportliche Betätigung steht daher ganz oben auf der Liste der Anti-Cellulite-Maßnahmen. Ein aktives Training stärkt die Körpermuskulatur, steigert die Sauerstoffzufuhr sowie die Fettverbrennung und fördert die Durchblutung. Besonders gut ist gezieltes Krafttraining im Kampf gegen Cellulite: Je mehr Muskelmasse aufgebaut wird, desto mehr Muskelzellen sind vorhanden. Es werden mehr Kalorien verbrannt und infolgedessen die Fettzellen beseitigt.

Ebenso ist eine „Problemzonen-Gymnastik“ zielführend: Gezielter Muskelaufbau an Beinen, Po und Bauch ist sehr effektiv und lässt unschöne Dellen verschwinden. Hier braucht es jedoch Geduld und Ausdauer. Im Idealfall sollte drei bis vier Mal pro Woche, für rund 30 Minuten, trainiert werden. Eine perfekte Maßnahme gegen Cellulite ist zudem die Kombination von Kraft- und Ausdauereinheiten. Das lässt das Körperfett schmelzen und verringert somit den Anteil der Fettzellen und baut gleichzeitig eine kräftige Muskulatur auf.

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Die richtige Kosmetikpflege gegen Cellulite

Es gibt einige Beautyprodukte, die sehr gut gegen Orangenhaut helfen. Sie enthalten spezielle Zuckermoleküle, Silicium, Ginkgo und Koffein: Diese Kosmetikpflege fühlt sich nicht nur auf der Haut sehr angenehm an, sondern hilft auch gegen die Dellen. Das tägliche Eincremen sorgt nicht nur für eine streichelzarte Haut, sondern hat gleichzeitig einen Massage-Effekt. Eine Massage kann auch mit speziellen Massagegeräten oder -rollern durchgeführt werden. Das regt die Durchblutung an und hilft dem Körper zu entschlacken.
Auch Wechselduschens sind äußerst hilfreich, denn sie kurbeln die Lymph- und Blutzirkulation an. Wer sich richtig pflegt und ernährt und eine gesunde Lebensweise mit einem effektiven Sportprogramm kombiniert, braucht sich über Cellulite keine Sorgen mehr zu machen.

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