Kurkuma, in der Fachsprache auch Curcuma longa genannt, ist eine Pflanze, die ursprünglich zu den Ingwergewächsen gehört. In der gelben Wurzel der Kurkuma Pflanze ist ihr Hauptwirkstoff Curcumin enthalten. Viele Forschungsstudien und Untersuchungen haben sich mit den gesundheitlichen Wirkungen dieser Pflanze beschäftigt und konnten die positiven Eigenschaften bestätigen. Besonders in der fernöstlichen und traditionellen chinesischen Medizin kommt die knollenartige Wurzel bereits in vielen Bereichen zur Anwendung.
Kurkuma ist zu einem echten Star unter den Gewürzen geworden und soll bei Entzündungen, beim Abnehmen und sogar bei Krebserkrankungen positiv wirken. Wir haben hier alle wichtigen Informationen rund um den sogenannten „indischen Safran“ zusammengestellt und stellen die Wirkungen dieses Gewürzes einmal näher vor.
Die Kurkuma Pflanze – woher kommt sie?

Für ein gesundes Wachstum braucht Kurkuma das gesamte Jahr über Temperaturen von rund zwanzig bis dreißig Grad sowie ausreichend Regenniederschlag. In unserem Land ist Kurkuma vor allem als Gewürz bekannt und zeichnet sich durch seine intensiv gelb-orange Farbe aus. Genutzt vor allem die Wurzelknolle der Kurkuma-Pflanze, in frischer, getrockneter oder auch pulverisierter Form.
Für die Gewürzherstellung wird der Wurzelstock mehrere Tage lang luftgetrocknet und schließlich mit einem Mörser zerkleinert.
Kurkuma kann eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erreichen und besitzt lange, kräftig-grüne Blätter sowie farbenfrohe Blüten.
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Curcumin – ein Superfood und farbiger Schutz vor vielen Krankheiten?
Curcumin, der Wirkstoff dieser Pflanze, wird nicht nur als Gewürz, sondern auch als Färbemittel in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, beispielsweise in Senf oder Wurstwaren. In der Zutatenliste wird es unter der Bezeichnung „E 100“ geführt.
Besonders interessant ist jedoch die gesundheitsfördernde Wirkung von Kurkuma:
- Kurkuma soll sehr hilfreich im Kampf gegen Krebserkrankungen sein. Forscher der Universitäten in Frankfurt, Hohenheim, Kiel und Jena konnten bei diversen Laborversuchen krebshemmende Eigenschaften von Curcumin feststellen.
- Des Weiteren soll Curcumin eine antientzündliche Wirkung haben und sogar Alzheimer-Erkrankungen effektiv vorbeugen können. Das Gewürz kann die Ablagerung bestimmter Eiweißkomplexe im menschlichen Gehirn verhindern, aus denen sich Alzheimer entwickeln könnte.
- Zudem belegen diverse Forschungsstudien, dass Kurkuma eine wichtige Schutzfunktion bei zahlreichen Atemwegserkrankungen erfüllt.
- Auch auf den Darm-Trakt des Menschen soll sich die Pflanze sehr förderlich auswirken. Die Inhaltsstoffe regen die Leber an, vermehrt Gallensäure auszuschütten und helfen somit effizient dabei, Nahrungsfette zu binden und sie somit verdaulich zu machen. Auf diese Weise soll Kurkuma Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen wirksam lindern können.
- Last but not least: Kurkuma soll sogar prämenstruelle Symptome bei Frauen mindern können.
Kurkuma enthält viele wertvolle ätherische Öle, die antivirale, antioxidative, antimykotische und antimikrobielle Wirkungen haben sollen. Des Weiteren ist Kurkuma eine ausgezeichnete Eisen-, Mangan-, Vitamin-B6-, Kupfer- und Magnesiumquelle. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe der Pflanze sind die Vitamine A, B1, B2, B3, C und E sowie die Mineralstoffe Phosphor, Kalium, Selen, Zink und Kalzium. Auch Carotinoide sind in Kurkuma enthalten. Insgesamt konnten mehr als 90 wertvolle Inhaltsstoffe in dieser besonderen Pflanze nachgewiesen werden.
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Kurkuma zur Behandlung von Krebserkrankungen
Mehr als 1000 Forschungsstudien haben sich bereits mit der Wirkung von Kurkuma auf die Gesundheit von Krebspatienten beschäftigt. Diese klinischen Studien berücksichtigten dabei sowohl die unterschiedlichen Krebsarten als auch die verschiedenen Krebsstadien. Grundsätzlich konnte ein sehr positiver Effekt nachgewiesen werden – sowohl präventiv, als auch behandlungsbegleitend.
Zu diesen positiven Effekten gehören beispielsweise:
- die Hemmung krebsfördernder Stoffe durch wertvolle Antioxidantien
- wirksame Unterstützung einer Chemo- und Strahlentherapie
- Hemmung der Entstehung sowie der Ausbreitung bösartiger Tumorzellen (Metastasen)
- Schädigung der Tumorzellen durch die Aktivierung körpereigener Gene.
Curcumin konnte besonders positive, therapiebegleitende Eigenschaften bei Darm-, Haut-, Brust-, Prostata-, Gebärmutterhals- und Lungenkrebs zeigen. Labor-Untersuchungen konnten zudem zeigen, dass Curcumin zwei krebsfördernde Proteine unterdrückt, die zur Entstehung von Hautkrebs führen. Da Curcumin die Entstehung von Darmpolypen hemmt, ist der Wirkstoff der Kurkuma-Pflanze eine sehr wichtige Prävention gegen Darmkrebserkrankungen, denn Polypen können Jahre später mutieren und bösartige Tumorzellen bilden.
Kurkuma ersetzt die schulmedizinische Behandlung selbstverständlich nicht, kann jedoch begleitend eingesetzt, die Therapie positiv unterstützen und beeinflussen.
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Demenz und Alzheimererkrankungen – kann Kurkuma hier erfolgreich helfen?
Curcumin kann ungehindert die Blut-Hirn-Schranke passieren und wird somit sehr gerne behandlungsbegleitend für viele Gehirnerkrankungen verwendet. Dazu gehört beispielsweise Alzheimer, Demenz oder auch Multiple Sklerose. Insbesondere die Alzheimer Krankheit häufte sich in den vergangenen Jahren zunehmend. Die Entstehungsursachen für diese Erkrankung sind jedoch noch nicht abschließend festgelegt und bewiesen.
Curcumin soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass sich die weiße Hirnmembran nicht vorzeitig abbaut und somit auf lange Sicht gesehen die Leistungsfähigkeit des Gehirns aufrechterhält. Des Weiteren gibt Kurkuma durch seine antioxidative Wirkung dem gesamten Körper sowie dem Gehirn einen echten Sauerstoff-Schub. Tatsächlich gibt es Indien, wo sehr viel Kurkuma verzehrt wird, nur sehr wenige Fälle von Alzheimer.
Gelbwurzel – die Anwendung von Kurkuma bei Verdauungsproblemen
Besonders bekannt sind die verdauungsfördernden Effekte der Kurkuma Pflanze. Auf diese Weise können Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung oder Völlegefühl auf natürliche Art gelindert werden. Die Gelbwurzel bewirkt eine höhere Produktion von Magensäure und Gallenflüssigkeit und sorgt somit dafür, dass Kohlenhydrate und Nahrungsfette leichter verdaut werden können. Infolgedessen können auch Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine vom Organismus besser aufgenommen werden. Wer häufig Verdauungsbeschwerden hat oder mit einem Reizdarm kämpft, sollte Kurkuma unbedingt einmal ausprobieren. Bereits kleinste Mengen des Gewürzes können eine antientzündliche Wirkung entfalten.
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Kurkuma als entzündungshemmendes Schmerzmittel
Sowohl die in der Kurkuma Pflanze enthaltenen ätherischen Öle, als auch der gelbe Hauptwirkstoff Curcumin, konnten in diversen Untersuchungen deutliche entzündungshemmende Wirkungen zeigen. Viele Studien konnten zeigen, dass Kurkuma es bei der Wirkung durchaus mit chemischen Medizinpräparaten wie Ibuprofen, Hydrocortison, Diclofenac oder Paracetamol aufnehmen kann. Dabei hat die Pflanze zudem keine schädlichen Nebenwirkungen.
Therapiebegleitende Unterstützung bei Diabetes
Über 60 Millionen Menschen leiden in Europa unter Diabetes Typ 2. Diese Volkskrankheit ist für das gesamte Gesundheitssystem jedoch sehr kostenintensiv. Dabei lässt sich diese Erkrankung häufig durch ein höheres Maß an Bewegung, ein adäquates Körpergewicht sowie eine gesündere Ernährungsweise vermeiden.
Besonders bei Diabetes konnte Kurkuma sehr positive Wirkungen mit sich bringen. So reguliert die Gelbwurzel wirksam den Blutzuckerspiegel und wirkt entzündungshemmend. Zudem senkt Kurkuma das Entstehungsrisiko für Diabetes-Folgeerkrankungen wie Augen-, Nerven- oder Nierenkrankheiten.
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Natürlicher Cholesterinsenker und wirksamer Schutz vor Herzkrankheiten
Curcumin gilt als natürlicher Senker eines zu hohen Cholesterinspiegels: Im Zusammenhang mit Cholesterin ist vor allem das Verhältnis zwischen dem guten HDL-Cholesterin und dem gesundheitsschädlichen LDL-Cholesterin entscheidend wichtig.
Das Gewürz reguliert den Blutzucker und hält die Blutfettwerte in Balance. Auf diese Weise werden die Gefäße und Arterien vor gefährlichen Ablagerungen geschützt und somit das Entstehungsrisiko für Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich gesenkt.
Kurkuma zur Allergieprävention sowie zum Schutz der Atemwege
Bei allergischen Asthmaerkrankungen oder chronischen Erkrankungen der Atemwege kann Kurkuma ebenfalls eingesetzt werden. Zahlreiche Forschungsstudien haben aufzeigen können, dass der Wirkstoff Curcumin sehr effizient die Therapie unterstützt. Curcumin enthält sogenannte Polyphenole: Diese helfen wirksam dabei überschüssiges Stickstoffmonoxid zu binden und freie Radikale abzufangen. Infolgedessen können die betroffenen Patienten leichter durchatmen, da deutlich mehr Sauerstoff in die Atemwege sowie in die Lungen gelangt. Des Weiteren regt Curcumin durch seine antioxidative Wirkung die Zellatmung an und macht die Zellmembran somit durchlässiger für Sauerstoffmoleküle.
Erleichtert Curcumin die Gewichtsreduktion?
Immer mehr Menschen setzen auf Ingwer und Kurkuma, wenn es um eine gesunde und nachhaltige Gewichtsreduktion geht. In diesem Zusammenhang hat die Gelbwurzel den Ruf eines Wundermittels. Doch was ist da tatsächlich dran? Können durch Kurkuma tatsächlich die überschüssigen Pfunde leichter purzeln? Leider ist es ganz so einfach dann doch wieder nicht. Für eine nachhaltige Gewichtsreduktion braucht es eine Kombination aus ausreichend Bewegung und einer gesunden Ernährungsweise.
Kurkuma kann jedoch den Fettstoffwechsel optimieren und unterstützt somit die Abnehm-Ambitionen. Somit bewirkt Kurkuma alleine keine Gewichtsreduktion, kann diese aber sehr wirksam unterstützen und gelingen lassen.
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Kurkuma Einnahme und Dosierung – darauf sollten Sie achten
Am bekanntesten und weitesten verbreitet ist das Kurkuma-Pulver. Die Wurzelknolle ist jedoch auch anders erhältlich, beispielsweise ähnlich wie Ingwer. Wer die Wurzel jedoch frisch verarbeiten möchte, sollte aufpassen, denn hier können sich die Hände sehr schnell gelb färben. Und diese Färbung ist richtig hartnäckig! Aus diesem Grund sollten immer Handschuhe angezogen werden, bevor es an die Verarbeitung von frischer Kurkuma.
Die frische Wurzelknolle schmeckt auch deutlich intensiver als das Pulver. Auch dieser Aspekt sollte ausreichend beachtet werden. Grundsätzlich werden nur kleineste Mengen frischer Kurkuma benötigt, um Speisen und Gerichte würzig zu verfeinern.
Kurkuma kann auch als Tee genossen werden: Hierfür wird die frische Wurzelknolle in Scheiben geschnitten und in heißes Wasser gegeben.
In Deutschland findet sich Kurkuma häufig als Teil von Curry-Gewürzmischungen. Kurkuma passt als Würze ideal zu Gemüse-, Kartoffel- oder Reisgerichten. Kleinste Mengen des Gewürzes können jedoch auch über ein Rührei gegeben werden. Für alle, die farbenfrohes Essen mögen, ist dieses Gewürz mit Sicherheit das Richtige.
Hinweis:
Kurkuma kann genauso wie Ingwer auch roh und frisch verwendet werden. So lässt sich frische Kurkuma beispielsweise in kleine Stückchen schneiden oder fein über Gerichte reiben. Allerdings schmeckt die frische Variante deutlich bitterer als das Gewürzpulver. Das ist nicht für jeden ein optimales Geschmackserlebnis und auch in der Verwendung nicht sehr gebräuchlich.
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Kurkuma Nebenwirkungen – welche Folgen kann eine Einnahme des Gewürzes haben?
Bisher haben sich mehr als 4000 Forschungsstudien und Untersuchungen mit den Anwendungsmöglichkeiten und Wirkungen von Kurkuma beschäftigt. Bei einer normalen Dosierung konnten keinerlei Nebenwirkungen festgestellt werden. Kurkuma kann also völlig bedenkenlos auf dem täglichen Speiseplan erscheinen. Wer besonders gute Wirkungen sicherstellen möchte, sollte das Gewürz bevorzugt in Bio-Qualität kaufen.
Wie bei vielen anderen Dingen im Leben gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Wird es mit der Kurkuma-Einnahme übertrieben kann es zu Magenbeschwerden wie Blähungen, Sodbrennen, Übelkeit oder Durchfall kommen. Dies hängt damit zusammen, dass Curcumin sich sehr intensiv auf den Magen-Darm-Trakt auswirkt.
Es braucht jedoch nur kleinste Mengen dieses Superfoods, um von den gesundheitsfördernden Wirkungen zu profitieren. Bei Kurkuma gilt tatsächlich das Motto „weniger ist mehr“. Wichtiger und sinnvoller wäre eher eine regelmäßige und langfristige Einnahme von Curcumin.
Schwangere Frauen sollten bei der Anwendung dieses Gewürzes eher vorsichtig sein und vor dem Verzehr lieber den Arzt konsultieren. Es gibt noch keine gesicherten wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit von Curcumin in der Schwangerschaft. Es gibt jedoch Vermutungen, dass Curcumin die Gebärmutter stimulieren und somit im schlimmsten Fall zu einer Frühgeburt führen kann. Auch stillende Mütter sollten eher vorsichtig sein.
Wer sich aber, wie gesagt, an eine normale Dosis hält, hat keine Nebenwirkungen zu befürchten. Das gilt grundsätzlich für alle Präparate, Nahrungsergänzungs- und Heilmittel.
Fazit – Kurkuma kann ein sehr wertvolles Gewürz für die Gesundheit sein
Die bisherigen Studien- und Untersuchungsergebnisse stammen zum größten Teil aus Laborversuchen. Das bedeutet, dass der positive Effekt, der in den experimentellen Studien nachgewiesen werden konnte, nicht immer auch im Einzelfall beim Menschen so eintreten muss. Im medizinischen Bereich wird Kurkuma aktuell vorwiegend bei der Behandlung von Verdauungsbeschwerden verwendet.
Kurkuma ist eine sehr vielseitige Pflanze und ein echtes Superfood. Sie kann bestimmte Therapien und Behandlungen unterstützen und so die Gesundheit des Menschen positiv mitbeeinflussen. Wenn die Dosis eingehalten wird, treten auch keine unerwünschten Nebenwirkungen ein. Schwangere Frauen und Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen sollten im Vorfeld immer ihren behandelnden Arzt um Rat fragen. Auf diese Weise lässt sich gewährleisten, dass die Kurkuma Pflanze den größtmöglichen Nutzen für die Gesundheit bringen kann.
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