
Eine ausreichende Vitamin K2 Zufuhr ist grundlegend wichtig, wenn dem Körper beispielsweise über Supplemente eine hohe Dosis Vitamin D zugeführt wird. Steht dem Organismus Vitamin K2 nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, können ernste gesundheitliche Risiken die Folge sein.
Dieses Vitamin zählt zu den lebenswichtigen Nährstoffen in der Nahrung. Grundsätzlich wird zwischen Vitamin K1 und Vitamin K2 unterschieden: Während K1 hauptsächlich in grünem Blattgemüse zu finden ist, wird das Vitamin K2 von Bakterien im Darm des Menschen produziert. Wie hoch ist jedoch der empfohlene Tagesbedarf an Vitamin K? Welche Funktionen erfüllt dieses Vitamin und welche Folgen hat eine Mangelversorgung?
Erfahren Sie hier mehr zu diesem starken Vitamin-Duo.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Vitamin K2 und Vitamin D wirken zusammen
- Ohne eine ausreichende Vitamin-K2-Versorgung kann Vitamin D sogar gesundheitsschädlich sein
- Vitamin K2 wird von Bakterien im menschlichen Darm produziert
- Vitamin-D-Supplemente sind immer mit Vitamin-K2-Präparaten zu kombinieren.
Vitamin D3 K2 – das Kombi-Multitalent für die Gesundheit des Menschen
Vitamin D3 und K2 wirken synergetisch. Das bedeutet, dass sie unbedingt miteinander kombiniert werden sollen, damit es bei der Substitution mit Vitamin D3 nicht zu einem Vitamin K2 Mangel kommt.
Eine zentrale Funktion des Mikronährstoffs D3 ist die Steuerung der Kalziumaufnahme sowie die Synthese bestimmter essentieller Proteine. Zur Kalziumverwertung sowie zur Aktivierung der gebildeten Proteine wie beispielsweise das „Matrix-GLA-Protein“ ist Vitamin D jedoch dringend auf den Partner-Mikronährstoff Vitamin K2 angewiesen.
Dieses sorgt dafür, dass das aufgenommen Kalzium vom Körper korrekt verwertet und auch wieder abtransportiert werden kann. Auch für das Peptid-Hormon Osteocalzin spielt Vitamin K2 eine zentrale Rolle: Dieses ist von großer Bedeutung für die Knochenneubildung und sorgt dafür, dass neu im Körper aufgenommenes Kalzium auch tatsächlich in die Knochen eingebaut wird. Das Matrix-GLA-Protein bewirkt, dass sich in den Gefäßen und Organen des menschlichen Körpers keine Kalziumablagerungen bilden.
Ohne eine ausreichende Vitamin K2 Versorgung bleiben diese essentiellen Proteine inaktiv. Infolgedessen lagert sich Kalzium als nutzlose und sogar schädliche Schicht ab: Die Verkalkungen schädigen langfristig die Gefäße, das Gewebe und Körperorgane. Arteriosklerose, Nierensteine sowie weitere ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise ein Herzinfarkt, sind die mögliche Folge.
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Vitamin D3 – warum reicht dieser Mikronährstoff alleine nicht aus?
Vitamin K2 aktiviert also die Proteine, die durch das Vitamin D3 im Körper des Menschen gebildet werden. Folglich kann es passieren, dass bei steigendem Vitamin-D-Spiegel ein Vitamin-K2-Mangel entsteht: Zur Protein-Aktivierung wird mehr Vitamin K verbraucht. Somit erschöpft sich der Vitamin-K2-Spiegel zunehmend und der lebensnotwendige Mikronährstoff steht für andere Körperprozesse nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung.
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Vitamin K1 und K2 – welches Wirkspektrum haben diese Mikronährstoffe?
In der Bundesbevölkerung zählt das Vitamin K eher zu den unbekannten Mikronährstoffen. Dennoch erfüllt es eine zentrale Rolle für die Gesundheit. Dieses Vitamin existiert grundsätzlich in zwei verschiedenen Formen:
- Vitamin K1:
Dieses entfaltet seine Wirkung vor allem in der Leber und ist für die Blutgerinnung verantwortlich.
- Vitamin K2:
Es wirkt im gesamten Organismus und aktiviert wichtige Proteine, die für eine ordentliche Kalziumverwertung sorgen. Es erfüllt aber noch weitere wichtige Funktionen: Vitamin K2 reguliert beispielsweise die Zellmigration, die Zelldifferenzierung und die Zellteilung. Auch ist der Mikronährstoff an zentralen Reparaturprozessen von diversen Körperorgangen und Gefäßen beteiligt.
Das Wirkspektrum von Vitamin K2 – auf einen Blick:
- Gesunderhaltung der Gefäße, der Haut sowie der Knochen
- Schutz des Herzens
- Krebsprävention
- Verhinderung chronischer Entzündungsprozesse
- Schutz des Gehirns und der Nerven.
Ein akuter Vitamin-K2-Mangel erhöht signifikant das Risiko für Herzerkrankungen und sogar für ein Herzversagen. Auch bei chronischen Nierenleiden zeigt Vitamin K2 eine besonders positive Wirkung.
Vitamin K Tagesbedarf – wie hoch ist er?
Erwachsene Männer sollten täglich eine Menge von 65 μg einnehmen, bei Frauen sind es sogar 80 μg.
Vitamin K Mangel – wie entsteht er und wer ist besonders gefährdet?
Wer sich über längere Zeit hinweg einseitig und unausgewogen ernährt kann unter einem Vitamin-K-Mangel leiden. Mit fortschreitendem Lebensalter nimmt die die Aufnahmefähigkeit immer mehr ab. Daher sind auch häufig ältere Menschen von einem Vitamin-K-Mangel betroffen. Zusätzlich sind Menschen davon betroffen, die Medikamente wie Antibiotika, Gerinnungshemmer und sogenannte Salicylate einnehmen.
Auch neugeborene Kinder können gefährdet sein, denn die Muttermilch enthält sehr wenig Vitamin K.
Vitamin K Lebensmittel – das darf auf dem täglichen Speiseplan nicht fehlen
Folgende Lebensmittel gelten als Vitamin-K-reich:
- Fleisch, insbesondere Leber oder Fleisch von Kalb, Rind und Schwein
- Blumenkohl
- Brokkoli
- Grünkohl
- Kopfsalat
- Petersilie
- Rosenkohl
- Schnittlauch
- Spinat
- Weizen- und Vollkornbrot
- Sojamehl
- Traubenkernöl
- Maiskeimöl
- Fettreiche Milchprodukte: Quark (40 %), Sahne, Sahnejoghurt.
- Eigelb
- Rotkohl und Sauerkraut
- Linsen
- Bohnen
- Erbsen
- Pilze (Pfifferlinge, Steinpilze, Butterpilze)
- Tomaten
- Stein-, Kern- und Beerenobst
- Dill
- Basilikum
- Pfefferminze
- Estragon
- Beifuß
- Oregano
Die Zubereitung und Lagerung dieser Lebensmittel führen nur zu sehr geringen Vitamin-K-Verlusten. Der Mikronährstoff ist gegen Sauerstoff und Hitze recht unempfindlich. Tageslicht kann den Vitamingehalt jedoch rasch mindern.
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Vitamin D3 K2 Präparate – sind sie sinnvoll?
Wer über Nahrungsergänzungsmittel Vitamin D3 zuführt, sollte unbedingt auch auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K2 achten. Meistens gibt es diese beiden Mikronährstoffe in sogenannten Kombi-Präparaten.
Bevor die Ernährung vollständig umgestellt wird, sollte am besten Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden. Auch eine Umstellung auf eine fettarme Tageskost kann den Vitamin-Spiegel im Blut beeinflussen, denn Vitamin K ist fettlöslich. Versuchen Sie eine ausgewogene Balance zwischen Vitamin-K-armen und Vitamin-K-reichen Lebensmitteln herzustellen.
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