Radioaktiver Niederschlag von Tschernobyl, insbesondere das Cäsium 137, belastet leider noch immer nicht nur die unmittelbare Umgebung des Reaktors, sondern ist auch sonst in Europa noch zu finden – denn die physikalische Halbwertszeit beträgt schlappe 30 Jahre. Das Umweltinstitut München misst jedes Jahr bei verschiedenen ‚wilden‘ Lebensmitteln‘ den Gehalt an künstlichem Cäsium-137 in Bequerel pro Kilogramm (Bq/kg), also die Strahlenbelastung.
Untersucht werden „Waldprodukte“ wie Honig, Zubereitungen aus Früchten wie Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Preiselbeeren, Moosbeeren und Wildpreiselbeeren – und insbesondere auch Waldpilze.
Die Belastungen sind sehr unterschiedlich. So strahlten Funde von Maronenröhrlingen aus dem Postleitzahlbereich 81476 teils mit 2.729 Bq/kg, teils mit 444 Bq/kg. Die aktuellsten Messergebnisse findet man auf der Website des Umweltinstituts München im Downloadbereich als ‚Waldproduktliste’. Außerdem gibt es dort eine PDF-Broschüre zur Strahlenbelastung von Pilzen und Wild zum Download.
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit untersucht übrigens regelmäßig Lebensmittelproben auf radioaktive Strahlung – die entspringt allerdings nicht einem Atomunfall, sondern der gewollten Lebensmittelbestrahlung.
Das Ökoinstitut
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