Wie schon vor einiger Zeit hier berichtet, gehört der Wirkstoff Glyphosat zu den gefährlichsten Herbiziden, die schon in äußerst geringer Dosierung für Mensch und Umwelt sehr schädlich sind und z. B. zu Fehlgeburten und Missbildungen führen. Das Umweltinstitut München ruft zu einer Mail- bzw. Unterschriftenaktion an Bundesministerin Ilse Aigner auf, einen Verkaufs- und Einsatzstopp glyphosathaltiger Pflanzengifte zu bewirken.
Zudem enthalten die glyphosathaltigen Totalherbizide als Zusatzstoff im Allgemeinen das Netzmittel POEA (polyethoxylierte Alkylamine) – mehrfach ethoxyliertes Talgamin, auch Tallowamin genannt, das das Herbizid besser an den Pflanzen kleben lässt – sowie das Abbauprodukt AMPA – (engl.: aminomethylphosphonic acid), die beide noch giftiger sind als Glyphosat selbst.
Weiter ruft die Aktion zu einem Importstopp genmanipulierter Lebens- und Futtermittel auf – denn die werden gentechnisch verändert, um glyphosatresistent zu werden. Unkräuter werden von selbst resistent, was mittlerweile zur Ausbildung so genannter Superunkräuter geführt hat und als Folge einen noch stärkeren Einsatz von Pflanzenvernichtungsmitteln nach sich zieht.
Weiterführende Informationen:
? Unterschriftenliste zum Download
? Hintergrundinformationen des Umweltinstituts
? Roundup – ein globales Risiko – Radiobeitrag des WDR vom 29.4.2011 über das glyphosathaltige Totalherbizid
?Glyphosatresistente gentechnisch veränderte Pflanzen – Videobeitrag des WDR vom 4. 7. 2011
? ARTE-Beitrag: Monsanto, mit Gift und Genen
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