Das Naturmittel Chinarinde

In der alternativen Medizin, oder Homöopathie, basieren therapeutische Maßnahmen auf Heilkräften aus der Natur. So beinhaltet die sogenannte Chinarinde wohl einen Wirkstoff, den der deutsche Arzt Samuel Hahnemann schon im 18. Jahrhundert als Begründer homöopathischer Behandlungsmethoden in Selbstversuchen testete, bevor er Jahre später sein Grundlagenwerk zur Homöopathie verfasste. Die Chinarinde war schon zu dieser Zeit als Heilmittel gegen Malaria bekannt. Die Namensgebung könnte die Vermutung wecken, dass die Herkunft auf China, das Große Reich der Mitte, zurückgehen würde. Die cinchona succirubra geht wahrscheinlich aber auf Wortwurzeln aus dem Sprachgebrauch südamerikanischer Indianerstämme zurück und drückt deren Wertschätzung über die Rinde der Chinarindenbäume aus, die in Südamerika wohl ihren Ursprung hatten. Dennoch ist unsicher ist, ob die heilende Wirkung der Chinarinde schon von den Indios, oder erst von den spanischen Eroberern entdeckt wurde.

Heilende Wirkung in der Rinde der cinchona

Verbreitung und die wichtigsten Anbaugebiete konzentrieren sich heute auf Indien, Java und den Kongo. Die Gattung der cinchona, also der Chinarindenbäume ist ansonsten über mehrere Länder Südamerikas verstreut, kommen aber meistens nur in kleinen Beständen, oder als alleinstehende Exemplare vor. Sie erreichen teilweise stattliche Maße und werden bis zu 25 Meter hoch. Die bitteren, heilenden Präparate werden aus der dicken, borkigen Rinde der cinchona gewonnen. Der gegen Wechselfieber hilfreiche und bekannte Wirkstoff Chinin war es, der zahlreiche Kultivierungsversuche im 19. Jahrhundert anregte.

Bittere Stoffe gegen Reizmagen und Appetitlosigkeit

Die alternative Medizin mit ihrer Vielfalt an natürlichen Heilmitteln ist geradezu unerschöpflich. So wird bitteren Chinarinden-Extrakten heilende Wirkstoffe zugeschrieben, gegen Völlegefühl, Reizmagen und sollen auch recht wirksam gegen Appetitlosigkeit eingesetzt werden können. Die in den Extrakten enthalten Bitterstoffe regen die Bildung von Verdauungssäften an und wirken sich daher förderlich auf die Verdauung aus. Es heißt immer, dass die Verdauung bereits im Mund anfängt. Die Wirkung der Chinarinde soll sich demnach schon bei der Speichelbildung positiv bemerkbar machen und mit dazu beitragen, dass die Nahrung schon im Mund zerlegt wird.

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