Das Doldengewächs Dill mit den gelben Blütchen und dem würzig-süßlichen Duft stammt ursprünglich aus Asien. Doch heutzutage ist der Dill, der botanisch Anethum graveolens und mancherorts wie der Borretsch auch Gurkenkraut heißt, fast überall in den gemäßigten Breiten heimisch. Verwandt ist der Dill mit Kräutern wie Anis und Fenchel. Das überaus zarte Gewächs mit den nadeldünnen, weichen Blättern ist besonders zu Gurkensalat beliebt.
Dill lässt sich auch leicht selber pflanzen, der Dill Anbau ist im Gartenbeet wie im Blumentopf auf der Fensterbank möglich. Das einzig bedauerliche am Dillanbau: Dill schmeckt nicht nur uns Menschen, sondern auch Insekten. Blattläuse haben es leider ganz speziell auf den aromatischen Saft abgesehen. Aber auch die Raupen eines Schmetterlings, des Schwalbenschwanzes, futtern gerne Dill.
Dill passt gut zu frischen Kräutersaucen und Fisch
Frischer Gurkensalat mit einer Joghurtsauce, die ordentliche Mengen an frischem Dill und Borretsch enthält, ist ein erfrischender sommerlicher Hochgenuss. Besonders dekorativ sieht es aus, wenn Sie von den Dolden die gelben Blütchen zupfen und über den Salat streuen – sie passen auch gut zu einer Kräuterbutter.
Lecker ist Dill aber auch als Fischfüllung, wie dieses Rezept für in Alufolie gegrillte Dill-Meeräsche oder andere Dill Rezepte zeigen.
Wichtig: Dillblättchen sollte man – außer als Füllung – lieber nicht mitkochen, weil die leicht flüchtigen ätherischen Öle, die ihm seinen aromatischen Geschmack verleihen, dann das Weite suchen. Aber man kann auch die Früchte, die Dillsaat oder Samendill zum Kochen verwenden.
Getrockneten Dill weicht man am besten mit ein oder zwei Esslöffeln warmem Wasser ein, bevor man ihn mitsamt dem Einweichwasser zu den Speisen gibt. Wer Dill im Garten oder auf der Fensterbank im Blumentopf zieht, sollte ihn erst unmittelbar vor dem Gebrauch pflücken.
Dill einfrieren für kalte Zeiten
Dillblättchen lassen sich übrigens gut einfrieren. Wenn das Kraut üppig sprießt, kann man so für den Winter einen hübschen Vorrat anlegen – gefrorener Dill behält sein Aroma besser als das getrocknete Kraut. Man kann entweder die gewaschenen, trockengetupften Zweiglein lose tiefgefrieren und dann in einem Behälter verstauen, oder man gibt die kleingeschnittenen Blätter in den Eiswürfelbereiter und übergießt sie mit Wasser. So lassen sich die Kräuter praktisch portionieren.
Dill – Heilkraut der traditionellen Volksheilkunde
In der Volksmedizin wird das Dillkraut für die Verdauung eingesetzt, z. B. gegen Blähungen; er wirkt beruhigend und krampflösend, außerdem sagt man ihm eine leicht harntreibende Wirkung nach. Hildegard von Bingen lobte ihn, weil er die Libido unterdrücke – nun, das mag wohl Klosterinsassen interessiert haben, aber das wird wohl heutzutage für die meisten Menschen eher weniger für den Dill einnehmen als sein wunderbares Aroma.
Kommentar hinterlassen