Burnout-Syndrom: Wenn zuviel Arbeit und Stress krank machen

Das Wort Burnout kommt aus dem englischen und bedeutet so viel wie ausbrennen – und das ist auch das charakteristische Symptom für das Krankheitsbild Burnout: Man fühlt sich innerlich leer und ausgebrannt. Schätzungen zufolge soll jeder sechste Deutsche vom Burnout-Syndrom betroffen sein – und die Rede ist hierbei nicht nur von den so genannten Leistungsträgern in den Vorstandsetagen.

Das Burnout-Syndrom zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen. Noch vor ein paar Jahren taten sich die Ärzte schwer damit, diese Krankheit überhaupt zu erkennen, doch mittlerweile ist das Burnout-Syndrom fast zu einer Art Volkskrankheit geworden.

Burnout-Syndrom: Symptome und Ursachen

Das Burnout-Syndrom wurde früher als eine chronische Ermüdung gedeutet, heute weiß man, dass die Ursachen für diese seelische Erkrankung viel tiefer liegen und die Symptome sehr vielschichtig sind.

Permanenter Stress, Mobbing im Beruf und auch eine chronische Übermüdung sind nur drei Ursachen, warum es zu einem Burnout-Syndrom kommt.

Die Betroffenen fühlen oft depressiv, haben keine Interesse mehr an ihrer Arbeit und müssen sich morgens förmlich zum Aufstehen zwingen. Sie werden reizbar oder vollkommen passiv, sie entwickeln einen starken Widerwillen anderen Menschen zu begegnen und kapseln sich immer weiter ab.

Viele Menschen, die unter einem Burnout-Syndrom leiden, fühlen sich hilflos und ohnmächtig, sie haben Angst vor ihrem Alltag und sie entwickeln Flucht- und auch nicht selten Selbstmordgedanken. Wenn diese Symptome vermehrt zusammen oder auch verstärkt einzeln auftreten, dann sollte der Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.

Wer ist besonders gefährdet, das Burnout-Syndrom zu entwickeln?

Ärzte nennen das Burnout-Syndrom auch die Krankheit der „Ja-Sager“, also Menschen die hilfsbereit sind und keine Bitte ablehnen können. Es spielt übrigens keine Rolle, ob diese Selbstaufopferung im Büro oder in den eigenen vier Wänden zwischen Küche und Kinderzimmer stattfindet.

Ebenfalls gefährdet sind Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, etwa als Krankenschwester oder Altenpfleger. Und auch an den Spitzensportler, die permanent unter einem enormen Leistungsdruck stehen, geht das Burnout-Syndrom nicht vorbei, wie der ehemalige Skispringer Sven Hannawald zeigt.

Das Gefährliche an einem Burnout-Syndrom ist, dass die Betroffenen oftmals selbst viel zu spät erkennen, dass sie gefährdet oder bereits erkrankt sind. Sie machen weiter bis zur völligen Erschöpfung oder bis zu einem seelischen Zusammenbruch.

Burnout Behandlungsmöglichkeiten

Wie die Ursachen sind auch die Behandlungsmöglichkeiten bei Burn out unterschiedlich. Am Anfang einer Behandlung steht möglicherweise zunächst eine stationäre Therapie in einer Klinik, die auf Psychosomatische Erkrankungen spezialisiert ist. Die Therapie kann anschließend auch ambulant weitergeführt werden.

Wichtig ist in jedem Falle, daß man sich – eventuell unterstützt durch eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten – zunächst einmal darüber klar wird, welche Faktoren zum eigenen Burnout geführt haben.

Weiterführende Infos
Swiss Prevention Center über die volkswirtschaftlichen Kosten des Burn-Out-Syndroms in der Schweiz (PDF)

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