Viren sind überall, wo Menschen sind. Sie können beispielsweise beim Husten, Niesen oder Sprechen ausgestoßen und eingeatmet werden oder an den Händen haften und weitergegeben werden. Erkältungen, Magen-Darm-Infekte, aber auch lebensgefährliche Erkrankungen (wie z.B. Grippe) können durch Viren verursacht werden.
Um den Infektionsschutz im Alltag zu verbessern, haben das Robert Koch-Institut (RKI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) bereits 2009 die Aktion „Wir gegen Viren“ ins Leben gerufen.
Zum Start der Aktion erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt 2009: „Infektionsschutz lebt davon, dass möglichst viele mitmachen. Die Prävention von Infektionskrankheiten kann verbessert werden, wenn jeder im Alltag eigentlich ganz einfache Regeln befolgt, zum Beispiel die richtige Händehygiene. Die Aktion macht darauf aufmerksam, was es zu beachten gilt – und zwar das ganze Jahr über, nicht nur zur Grippezeit.“
Die Aktion „Wir gegen Viren“ stellt Verhaltensweisen vor, mit denen man sich und andere besser vor Ansteckung schützen kann. Erster Schwerpunkt der Aktion ist die Anleitung zum Händewaschen als zentrale Hygiene-Maßnahme im Alltag.
Weitere persönliche Schutzmaßnahmen erläutert die Internetseite www.wir-gegen-viren.de sowie die Broschüre „Selbstverteidigung gegen Viren – Neun Techniken, sich und andere zu schützen“ (PDF). Die Broschüre kann auch über die BZgA kostenlos angefordert werden.
„Jeder kann durch persönliche Hygiene dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko für Erkältungen, Grippe und Magen-Darm-Infekte für sich und andere zu reduzieren“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Händehygiene: richtig Händewaschen reduziert das Risiko von Atemwegs- und Durchfallerkrankungen
Die Krankheitserreger können von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen. Die Hände sollten daher regelmäßig gewaschen werden.
Richtiges Händewaschen heißt beispielsweise, dass die Seife zwischen 20 und 30 Sekunden verrieben wird, auch zwischen den Fingern. Studien zeigen, dass regelmäßiges Händewaschen das Risiko von Atemwegserkrankungen oder Durchfall-Erkrankungen deutlich verringert.
„Das Händewaschen ist sehr wichtig, aber allein nicht ausreichend“, erklärt Prof. Jörg Hacker. „Weitere persönliche Schutzmaßnahmen, etwa hygienisches Husten, sollten hinzukommen. Sie sollen in zukünftigen Aktionen im Mittelpunkt stehen.“
Die Materialien sind kostenlos zu erhalten.
Broschüre: BZgA, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, E-Mail: order@bzga.de
TV-Spot: RKI, IBBS, Nordufer 20, 13353 Berlin, Fax: 030-18754-3705, E-Mail: ibbs@rki.de
Weitere Informationen
www.bmg.bund.de
www.rki.de
www.bzga.de
www.wir-gegen-viren.de
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