Heiße Getränke gegen winterliches Schmuddelwetter

Heiße Getränke wärmen von innen und schützen vor grippalem Infekt (Foto: © Ella / pixelio.de)
Heiße Getränke wärmen von innen und schützen vor grippalem Infekt (Foto: © Ella / pixelio.de)

Um sich vor einem grippalen Infekt, vor bellendem Husten und Stockschnupfen zu wappnen, greift man bei feuchtkaltem Wetter am besten zu heißen Getränken. Denn wenn es draußen so um die 0° Celsius hat und die Luft feucht ist, schleichen Schnupfen und Husten um finstere Ecken und lauern, ob sie einen am Schlafittchen zu packen kriegen. Heiße Getränke wärmen von innen, bringen das Immunsystem mit Hilfe von Vitaminen und ätherischen Ölen auf Trab. Und sie schmecken auch richtig lecker und sorgen so zusätzlich für gute Laune – und der ist kein Schnupfen auf Dauer gewachsen. Denn ein fröhliches Gemüt stärkt das Immunsystem.

Tee aus ganzen Hagebutten

Wenn Sie ungespritzte Rosen im Garten stehen haben, können Sie die Früchte dort gleich selber ernten: Auf einen halben Liter Wasser kommt eine Handvoll Hagebutten. Wenn die Früchte schon etwas schrumpelig sind oder Frost abbekommen haben, macht das gar nichts. Kochen Sie die Rosenfrüchte kurz auf und lassen Sie sie dann noch fünf bis sieben Minuten sieden.

Gießen Sie die Flüssigkeit durch einen Kaffee- oder Teefilter ab, damit die feinen Stachelhärchen ausgesiebt werden. Süßen Sie den Hagebuttensaft mit etwas Ahornsirup oder Lindenblütenhonig und genießen Sie ihn Schluck für Schluck.

Apfelsaft winterlich aufgepeppt

Apfelsaft schmeckt nicht nur kalt im Sommer – er ist auch heiß ein angenehmes Getränk. Man erhitzt einfach die gewünschte Menge Saft in einem Topf – vorsicht, nicht kochen lassen! – und würzt mit frisch gepresstem Zitronensaft nach. Lecker ist auch die Variante Glühapfelsaft: Man erhitzt mit dem Saft etwas Glühweingewürz oder gibt Schalenstücke von Bio-Orangen, Zimtstücke und Nelken in den Sud.

Wem Apfelsaft pur zu süß ist, der kann sich Zimtapfelwasser brauen: Einfach eine Prise Zimt in die Tasse geben, kochendes Wasser darübergießen, bis die Tasse halb voll ist und mit Apfelsaft auffüllen.

Ingwertee – Feuer von Innen

Ingwerwasser oder Ingwertee ist im Ayurveda, der indischen traditionellen Heilkunst, ein beliebtes Getränk, um agni, das Magenfeuer anzuregen, wenn es geschwächt sein sollte. Es lässt sich höchst einfach zubereiten: einfach zwei Scheiben frischer Ingwerwurzel mit etwa einem halben Liter Wasser zehn Minuten lang köcheln lassen.

Dann nimmt man die Ingwer-Scheiben heraus – fertig ist ein feuriger Ingwertee, den man in kleinen Schlucken genießt, je nach Geschmack auch mit etwas Honig oder Zitronensaft gewürzt. Am Morgen vor 10 Uhr getrunken, soll er stoffwechselanregend wirken und die Entgiftung fördern.

Alkoholfreier Holunderpunsch

Wer im Herbst Holunderbeeren entsaftet hat, kann sich im Winter einen gesunden, wohlschmeckenden Holunderpunsch brauen. Alternativ kauft man sich Holundersaft im Bioladen. Pro Person erwärmt man nun 250 Milliliter Holundersaft, bis er gut heiß ist. Kochen sollte er auf keinen Fall, damit die Vitamine erhalten bleiben.

Nun noch mit frisch gepresstem Orangensaft und einem Spritzer Zitronensaft mischen – und fertig ist ein alkoholfreier, leckerer Gesundheitspunsch, den man laut Volksmedizin unbesorgt auch fiebrigen Kindern als sanft fiebersenkendes und immunstärkendes Mittel verabreichen kann.

Heiße Sanddornmilch – köstlich

Sanddorn gehört zu den Vitamin-C-reichsten einheimischen Früchten und hat ein köstliches Aroma. Für heiße Sanddornmilch erhitzen Sie pro Nase etwa 150 Milliliter Milch bis vor den Siedepunkt. Gießen Sie die Milch in Tassen oder vorgewärmte Gläser und geben Sie in jede Tasse ein bis zwei Esslöffel Sanddornsaft (den gibt’s im Bioladen). Wer’s mag, süßt noch mit etwas Honig nach.

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